Schallenkammer liefert Magnetlösungen für medizintechnische Baugruppen

Auf der Basis eines breit gefächerten werkstoff- und fertigungstechnischen Kompetenzspektrums hat sich Schallenkammer Magnetsysteme (SKM) einen Namen gemacht als Hersteller und Zulieferer kundenspezifischer Magnetlösungen aus industriellen Magneten.

In jüngster Vergangenheit sind es insbesondere die Geräte- und Apparatebauer der Medizin-, Dental- und Labortechnik, die das deutsche Unternehmen als flexiblen und zuverlässigen Wertschöpfungspartner entdecken. Lesen Sie, mit welchen Leistungen es hier punkten kann.

Die Funktionalität vieler medizin-, dental- und labortechnischer Baugruppen beruht auf dem Einsatz spezieller Magnete. Ob man an Blutseparatoren oder Highspeed-Bohrer denkt, an winzige Gasmengen-Regelventile, Dosierpumpen und Rührstäbe, an Hubeinrichtungen in Dialysegeräten oder an Systeme zur gezielten Medikamentenabgabe – überall erweisen sich magnetische Bauteile als unverzichtbar für die Realisierung kinematischer oder sensortechnischer Anwendungen. Angesichts der Vielzahl verschiedener Magnetwerkstoffe und ihrer unterschiedlichen Eignung für die Fertigung maßgenauer Formteile, ist es aber beispielsweise für die Hersteller von Diagnose-, Analyse- und Therapiesystemen von entscheidender Bedeutung, dass sie sich auf kompetente und erfahrene Partner der Magnettechnik verlassen können. Zum kleinen Kreis der Firmen, die mit den hohen Qualitätsansprüchen der Branche mithalten können, gehört Schallenkammer Magnetsysteme - kurz SKM. Das Unternehmen steht seinen Kunden sowohl als Zulieferer von Rohmagneten als auch im Rahmen kundenspezifischer Produktentwicklungen zur Verfügung und verfügt über eine umfassende Expertise auf dem Gebiet der Magnettechnik. Anders als ein reiner Händler betreibt es an seinem Stammsitz in Kürnach ein modernes Werk, dessen Technologiepark zahlreiche Verfahren abdeckt, die zur Bearbeitung, Modifikation und Konfiguration magnetischer Halbzeuge und Werkstoffe relevant sind. "Aktuell können wir unseren Kunden in der Medizin- und Dentaltechnik daher eime große Bandbreite fertigungstechnischer Kompetenzen und umfassendes Konstruktions Knowhow bieten, um sie von der Idee bis zur Serienproduktion zu begleiten", sagt Geschäftsführer Claus Schmidt.

Halbzeuge und Fertigteile

Zu den Permanentmagnet-Halbzeugen, die SKM in verschiedenen Lieferformen für die Konstruktion medizin-, dental- und labortechnischer Baugruppen kurzfristig bereitstellen kann, gehören AlNiCo-, Ferrit-, Neodym- sowie Samarium-Cobalt-Magnete. Hier kann der Kunde wählen zwischen Blöcken, Ringen, Scheiben, Stäben und U-förmigen Elementen in verschiedenen Größen und Abmessungen sowie mit unterschiedlichen Beschichtungen, die selbst höchsten Hygieneansprüchen gerecht werden. Das Unternehmen liefert diese Rohmagnete aber nicht nur als Halbzeuge für die Weiterbearbeitung, sondern fertigt daraus auch individuelle, kundenspezifische Bauteile und Magnet-Baugruppen in nahezu jeder Losgröße. "Unsere Permanentmagnete unterscheiden sich sehr stark hinsichtlich ihrer Magnetkräfte, Energieprodukte und Einsatztemperaturen. Zudem bieten wir einige Rohmagnete sowohl in isotroper als auch anisotroper Ausführung an. Um den optimalen Werkstoff auszuwählen, binden uns einige Hersteller medizintechnischer daher schon früh in die Entwicklungsprozesse ein", berichtet Claus Schmidt.

2D-Formteile nach Kundenwunsch

Dem gleichen Prinzip folgt SKM im Bereich magnetischer Bänder und Folien. Auch hier kann das Unternehmen neben einer großen Palette an rasch lieferbaren flexiblen Halbzeugen mit verschiedenen Beschichtungen auch große und kleine Serien an einbaufertigen Formteilen nach Kundenvorgabe fertigen. Zu den Verfahren, die hier beinahe täglich zur mechanischen Bearbeitung magnetischer Folien und Bänder eingesetzt werden, gehören unter anderem das CNC-Cutting, das CNC-Fräsen, das Trennschneiden und das Hubstanzen. Damit lässt sich jede geometrische Formgebung realisieren. "In zahlreichen Fällen führt der Weg zur optimalen Magnetlösung auch über die Kombination mehrerer Fertigungs- und Veredelungsprozesse.", erläutert Claus Schmidt. Mitunter rückt hierbei die Kaschiertechnik in den Mittelpunkt des Geschehens, da sie viele Optionen für die einsatzspezifische Optimierung oder kundenorientierte Individualisierung magnetischer Formteile bietet. Neben farbigen Polymerschichten lassen sich mit diesem Verfahren auch Selbstklebe-Coatings aufbringen, die den funktionellen Mehrwert der Bauteile erhöhen und ihre Montage beim Baugruppen-Hersteller vereinfachen. Zudem kann SKM auf den kaschierten Oberflächen per Digitaldruck auch Identcodes, Seriennummer oder kundenspezifische Beschriftungen aufbringen. In Branchen wie der Medizin- und Dentaltechnik wird dies aus Gründen der Qualitätssicherung und Nachverfolgbarkeit häufig gewünscht.

Werkstoff-Knowhow als sicheres Fundament

Wie schon angedeutet, beruht die Positionierung von SKM als Hersteller magnetischer Formteile für medizin- und labortechnische Anwendungen nicht allein auf dem flexiblen Einsatz verschiedener Fertigungs- und Veredelungsverfahren. Von ebenso hoher Relevanz ist auch das Werkstoff-Knowhow, das sich das Unternehmen im Laufe der Jahre angeeignet hat. Da sich die Eigenschaften magnetischer Halbzeuge erheblich voneinander unterscheiden können, fällt diesem Faktor große Bedeutung zu. Veranschaulichen lässt sich dies etwa an der Magnetfolie 200 von SKM. Sie zeichnet sich durch einen beidseitigen Permanentmagnetismus mit mittlerer Haftkraft (bis 130 g/cm²) aus und eignet sich aufgrund ihrer kurzzeitigen thermischen Belastbarkeit von bis zu 200° C zur Fertigung medizintechnischer Formteile, die in der Anwendung impulsartigen Wärme- oder Hitzestößen ausgesetzt sind. Im Vergleich dazu ist die Magnetfolie 190 einseitig magnetisch und kommt eher zur Herstellung von Bauteilen infrage, die in einem moderaten Temperaturfenster (-40 °C bis +100 °C) sehr hohe magnetische Haftkräfte von bis zu 850 g/cm² aufbringen müssen. Andere magnetische Halbzeuge hingegen – etwa die Magnetgummis 150 oder 180 von SKM – punkten neben ihrer magnetischen Haftkraft mit elastomeren Eigenschaften. Das heißt, sie eignen sich zur Realisierung nachgiebiger, zähelastischer oder stoß- und vibrationsdämpfender Bauelemente und Zwischenlagen. "Schon diese wenigen Beispiele zeigen, dass Baugruppen-Konstrukteure oder Technische Einkäufer hier ohne fundiertes Werkstoffwissen aus verlässlicher Quelle rasch an ihre Grenzen stoßen. Sie finden in uns einen kompetenten und innovationsfreudigen Partner", sagt Claus Schmidt.

In seiner Doppelrolle als Zulieferer und Entwicklungspartner auf dem Gebiet der Magnettechnik ist SKM derzeit für Auftraggeber vieler verschiedener Industriezweige tätig. Allen anderen voran sind es vor allem die Hersteller mechatronischer, mess- und medizintechnischer Baugruppen sowie Kunden im Automobilbau, im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Lebensmitteltechnik, in der Recyclingtechnik sowie in der Luftfahrttechnik, die die Dienste des Unternehmens in Anspruch nehmen.

 

Auszug aus "medizin&technik" Ausgabe 05.2024

 Die Funktionalität vieler medizin-, dental- und labortechnischer Baugruppen beruht auf dem Einsatz spezieller Magnete. Für die Hersteller von Diagnose-, Analyse- und Therapiesystemen ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie sich auf kompetente Partner der Magnettechnik verlassen können.

Permanentmagnet-Halbzeuge kann SKM in verschiedenen Lieferformen für die Konstruktion medizin-, dental- und labortechnischer Baugruppen bereitstellen.

Neodym-Magnete gehören zu den Permanentmagnet-Halbzeugen, die SKM auch in kundenspezifischen Sonderformen liefern kann.

Aus magnetischen Bändern und Folien fertigt SKM große und kleine Serien an Formteilen für Kunden in der Medizin-, Dental- und Labortechnik.